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PANZERHALLE

AG VOMAG







Standort der ehemaligen Panzerhalle (gelb umrandet),
darunter die noch erhaltene Panzerbrücke (gelber Strich)






die bei einem Luftangriff beschädigte Panzerhalle
(Aufnahmedatum unbekannt)

 
 

Die Panzerhalle wurde 1942 fertiggestellt und diente der Montage/Herstellung des Jagdpanzers IV, einer Eigenentwicklung der VOMAG Ingenieure. Der Jagdpanzer IV wurde auch "Hetzer" genannt. Die Panzerhalle war 180m lang und 120m breit. In ihrem Inneren befanden sich mehrere Taktstraßen zur Montage des Jagdpanzers IV. Bis zum Kriegsende wurden in der VOMAG ca. 3000 Panzer hergestellt.

Jagdpanzer IV/48 mit 7,5-cm-PaK 39 im Panzermuseum Münster, Deutschland

Jagdpanzer IV/48 mit abgedecktem Bug-MG im Panzermuseum Münster, Deutschland

Varianten des Jagdpanzers IV

Jagdpanzer IV/48

Quelle: wikipedia

Die erste Serie des Jagdpanzer IV besaß als Hauptwaffe die 7,5-cm-Pak 39 L/48. Die Kanone war mit 48 Kaliberlängen und einer Rohrlänge von 3,60 m genau so lang wie die Kanone des Sturmgeschützes IV, jedoch besaß letzteres die StuK 40 /L48. Im Unterschied zum herkömmlichen Panzer-IV-Fahrgestell war die Panzerung abgeschrägt, wodurch sich der Panzerschutz vor allem beim spitzwinklig ausgebildeten Bug stark erhöhte. Beim Panzer IV war ein von einem DKW-Motor angetriebenes Stromerzeugungsaggregat eingebaut, das die elektrische Energie für die Turmdrehmechanik lieferte. Beim turmlosen Jagdpanzer IV konnte infolge des Wegfalls dieses Generators ein zusätzlicher Kraftstoffbehälter eingebaut werden. Des Weiteren wurde die Anordnung der Bremsentlüftung, der Innenraumheizung und der Einbau der Funkgeräte geändert. Bei den Führungsfahrzeugen wurde die ursprüngliche Besatzung von vier Mann um ein Besatzungsmitglied erhöht, welcher als Funker das in einer Kugelblende befindliche Bug-MG bediente, dessen Öffnung sonst mit einer kegelförmigen Panzerplatte abgedeckt war. Von dieser Serie wurden im Jahre 1944 insgesamt 769 Stück hergestellt. Die Panzerung wurde von der Witkowitzer Bergbau- und Hüttengewerkschaft geliefert; die Hersteller der Hauptwaffe waren Rheinmetall-Borsig und die Seitz-Werke in Kreuznach.

Jagdpanzer IV/70 (V) im Canadian War Museum in Ottawa, Ontario

Jagdpanzer IV/70

Quelle: wikipedia

Im Januar 1944 wurde angeordnet, unter Berücksichtigung der technischen Möglichkeiten die überlange 7,5-cm L/70-Kanone in den Jagdpanzer IV einzubauen. Im April wurden Hitler die ersten Lichtbilder des Panzerjägers mit dieser Kanone gezeigt. Hitler selbst hielt den Einbau dieser Kanone für eine der wichtigsten Entwicklungen dieser Zeit. Im Rahmen einer Vorführung zu seinem Geburtstag am 20. April legte er den Schwerpunkt der Panzerjägerproduktion auf das „Jagdpanzer IV/70 (V)“ genannte Fahrzeug, von dem monatlich bis zu 1000 Stück gebaut werden sollten. Dazu sollte die gesamte Panzer-IV-Produktion auf die Herstellung des Sturmgeschützes IV und des neuen Jagdpanzers IV umgestellt werden. Da dies produktionstechnisch nicht zu realisieren war und man auch keinen Einbruch der Produktionszahlen des Jagdpanzer IV/48 bei der VOMAG aufgrund der Umstellung hinnehmen wollte, kam es zu einer Zwischenlösung, um die lange Kanone so schnell wie möglich in den Panzerjäger IV einzubauen. Dabei wurde das Nibelungenwerk angewiesen, die Kanone in einem von Alkett entworfenen hohen Aufbau unterzubringen. Von August 1944 bis März 1945 wurden auf diese Weise 278 Stück hergestellt. Durch den hohen Aufbau ging der ursprüngliche vorteilhafte Panzerschutz teilweise verloren, weswegen die „Jagdpanzer IV/70 (A)“ genannten Fahrzeuge nur als Übergangslösung angesehen wurden.

Ab August 1944 lief auch die Produktion des eigentlichen Jagdpanzer IV (70) bei der VOMAG an.
Das Fahrzeug war bewaffnet mit der 7,5-cm-StuK 42 L/70, einer minimal modifizierten Variante der auch im Panther eingebauten Kanone. Die Waffe wurde von den Gustloff-Werken in Weimar und von Škoda in Pilsen geliefert und hatte von vornherein keine Mündungsbremse. Die mit einer Saukopfblende geschützte und 10° nach beiden Seiten schwenkbare Waffe war leicht nach rechts versetzt, um den Fahrzeuginnenraum besser ausnutzen zu können. Wie auch im Jagdpanzer IV/48 erhöhte sich die Besatzung bei Führungsfahrzeugen von ursprünglich vier auf fünf Mann. Durch den langen Überhang der Kanone wurde diese während des Marsches in einer Rohrstütze gelagert. Mit fast 26 Tonnen Gefechtsgewicht war das Panzer-IV-Fahrgestell am Ende seiner Leistungsfähigkeit. Durch die lange Waffe und die starke Bugpanzerung von 80 mm war das Fahrzeug stark kopflastig, wodurch es im Gelände nur schlecht zu lenken war und den Spitznamen „Guderian-Ente“ erhielt. Aufgrund der hohen Belastung der Gummibandagen wurden bei dem vorderen Laufrollenpaar Stahllaufräder verwendet. Die VOMAG stellte von diesem Typ insgesamt 930 Stück her.








Teil der Taktstraße in der Panzerhalle - Quelle: MAN Nutzfahrzeuge/Historisches Archiv München






Teil der Taktstraße in der Panzerhalle - Quelle: MAN Nutzfahrzeuge/Historisches Archiv München






Teil der Taktstraße in der Panzerhalle - Quelle: MAN Nutzfahrzeuge/Historisches Archiv München






Schäden nach Bombenangriff (Bildhintergrund) - Quelle: MAN Nutzfahrzeuge/Historisches Archiv München

 
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